{"id":1324,"date":"2021-01-18T08:48:42","date_gmt":"2021-01-18T07:48:42","guid":{"rendered":"https:\/\/rokja-sensetal.ch\/base\/?page_id=1324"},"modified":"2021-01-18T08:48:42","modified_gmt":"2021-01-18T07:48:42","slug":"mobile-und-aufsuchende-jugendarbeit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/rokja-sensetal.ch\/base\/mobile-und-aufsuchende-jugendarbeit\/","title":{"rendered":"Mobile und aufsuchende Jugendarbeit"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ausgangslage:<\/strong><\/p>\n<p>Jugendliche der Gemeinden Laupen und Neuenegg BE nutzen<br \/>\nzahlreich die Angebote der Regionalen offenen Kinder- und<br \/>\nJugendarbeit Sensetal (ROKJA- Sensetal). Eines der Angebote<br \/>\ninnerhalb des Versorgungssystems bildet der Kinder- und<br \/>\nJugendtreff in Laupen sowie in Neuenegg. Zudem nutzen vor<br \/>\nallem Jugendliche \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche R\u00e4ume in den<br \/>\nGemeinden um sich zu treffen. Das Aneignen von solchen<br \/>\nR\u00e4umen ist f\u00fcr die soziale Entfaltung von Jugendlichen<br \/>\nunabdingbar um M\u00f6glichkeiten und Grenzen des \u00f6ffentlichen<br \/>\nRaums kennenzulernen. Jedoch entstehen dadurch oft<br \/>\nInteressenskonflikte.<br \/>\nDie mobile und aufsuchende Jugendarbeit geh\u00f6rt zum<br \/>\nVersorgungssystem der ROKJA- Sensetal und ist nicht nur<br \/>\nerg\u00e4nzend zum Treffangebot zu verstehen, sondern kann auch<br \/>\nanstelle des Treffangebotes stattfinden.<\/p>\n<p><strong>Ziele der mobilen und aufsuchenden Jugendarbeit:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Jugendliche zur Gemeinschaftsf\u00e4higkeit, Eigenbestimmung<br \/>\nund Selbstverantwortungbef\u00e4higen.<\/li>\n<li>Die Pr\u00e4vention in den Bereichen Sucht, Gewalt, Littering und<br \/>\nVandalismus.<\/li>\n<li>Zielorientiertes Initiieren von Verst\u00e4ndnisprozessen in<br \/>\nKonfliktsituationen zwischen den verschiedenen Akteuren<br \/>\ndes \u00f6ffentlichen Raumes.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Umsetzung obig erw\u00e4hnter Ziele:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>M\u00f6glichkeiten und Grenzen f\u00fcr Jugendliche im \u00f6ffentlichen<br \/>\nRaum erkennen.<\/li>\n<li>Beziehungsarbeit zu Jugendlichen ent- und weiterentwickeln.<br \/>\nErfassen von jugendlichen Bed\u00fcrfnissen und Problemlagen.<\/li>\n<li>F\u00f6rderung der Teilnahme am \u00f6ffentlichen Leben sowie der<br \/>\nsozialen Integration von Jugendlichen in den Gemeinden.<\/li>\n<li>Vermitteln von Anspr\u00fcchen und Haltungen verschiedener<br \/>\nInteressensgruppen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Rolle und Haltung der ROKJA- Sensetal:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die ROKJA- Sensetal lehnt jegliches Verhalten von<br \/>\nAusschliessung, Sexismus, Rassismus, physischer, psychischer<br \/>\nund verbaler Gewalt, Vandalismus, Delinquenz und<br \/>\nDrogenmissbrauch ab.<\/li>\n<li>Jugendarbeitende sind Beziehungsarbeitende und nicht<br \/>\nOrdnungsh\u00fctende.<\/li>\n<li>Jugendarbeitende definieren und setzen keine Regeln durch.<\/li>\n<li>Jugendarbeitende nehmen eine \u00fcbersetzende und vermittelnde<br \/>\nPosition zwischen unterschiedlichen Interessengruppen ein.<\/li>\n<li>Jugendarbeitende treten anwaltschaftlich f\u00fcr Jugendliche \/junge<br \/>\nErwachsene in Erscheinung und sorgen daf\u00fcr, dass junge<br \/>\nMenschen mit ihren Bed\u00fcrfnissen, Interessen und Anliegen als<br \/>\nTeil des Gemeinwesens wahr- und ernstgenommen werden und<br \/>\nvertreten diese gegen\u00fcber dem Gemeinwesen.<\/li>\n<li>Jugendarbeitende verstehen sich in der Lebenswelt der<br \/>\nJugendlichen als Gast und sind sich bewusst, dass G\u00e4ste<br \/>\nmanchmal auch ungebeten sind.<\/li>\n<li>Die Haltung der Jugendarbeitenden gegen\u00fcber Jugendlichen<br \/>\nschliesst kritisches Hinterfragen und Motivation zur \u00dcbernahme<br \/>\nvon Eigenverantwortung nicht aus.<\/li>\n<li>Der Umgang mit Informationen von Jugendlichen gilt das Prinzip<br \/>\nder Verschwiegenheit gegen\u00fcber Dritten.<\/li>\n<li>Die offene Kinder- und Jugendarbeit ist ein ausf\u00fchrendes<br \/>\npolitisches Instrument und nimmt Bed\u00fcrfnisse und Anliegen von<br \/>\nverschiedenen Vernetzungspartnern und der Zielgruppe auf<br \/>\nund vermittelt diese weiter.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>M\u00f6glichkeiten und Grenzen der ROKJA- Sensetal:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: left;\">Die Jugendlichen k\u00f6nnen auf ihr Problemverhalten sowie auf Nutzungskonflikte im \u00f6ffentlichen Raum hingewiesen, jedoch<br \/>\nnicht von der Jugendarbeit sanktioniert oder weggewiesen<br \/>\nwerden.<\/li>\n<li>Die Aufsuchende Jugendarbeit st\u00fctzt zudem das in Kontakt<br \/>\nkommen mit Jugendlichen, welche das Angebot der Jugendarbeit<br \/>\nbis anhin nicht genutzt haben.<\/li>\n<li>Schlussendlich sind die Ressourcen der Jugendarbeitenden der<br \/>\nROKJA- Sensetal und somit auch die Pr\u00e4senz im \u00f6ffentlichen<br \/>\nRaum begrenzt.<\/li>\n<li>Die Aufsuchende Jugendarbeit \u00fcbernimmt keine Kontrolle im<br \/>\n\u00f6ffentlichen Raum und setzt auch keine Regeln\/Gesetze durch.<\/li>\n<li>Auftr\u00e4ge, die an die aufsuchende Jugendarbeit herangetragen<br \/>\nwerden und einen ordnungspolitischen Auftrag enthalten, sind<br \/>\nvon den Fachleuten zur\u00fcckzuweisen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>November 2020<\/p>\n<p>Quelle: vgl. Rohrer, Thoma (2017). Fachgruppe mobile Jugendarbeit DOJ &#8211; Grundlagen f\u00fcr<br \/>\nFachpersonen und Entschedungstr\u00e4gerInnen. Aufsuchende Jugendarbeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Ausgangslage: Jugendliche der Gemeinden Laupen und Neuenegg BE nutzen zahlreich die Angebote der Regionalen offenen Kinder- und Jugendarbeit Sensetal (ROKJA- Sensetal). 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