Projekt Heimweg 70 Km

Ein kurzer Rückblick eines Jugendlichen über das Projekt Heimweg

Unser Abenteuer begann in Estavayer-le-Lac. Ich bin jetzt schon zum dritten mal dabei und lerne jedes Jahr dazu und das nicht nur über das Überleben in der Natur. Ich kannte den grössten Teil aus der Gruppe nicht, aber dadurch, dass wir uns alle so gut verstanden haben, war das wie vergessen. Das Wandern war für mich nicht die grösste Herausforderung bei dem Projekt, sondern eher als Team zu Fungieren und immer auf einander zu achten. Der Teamgeist in unserer Gruppe hat mich selber sehr motiviert, dass wir immer geschaut haben das jeder noch Freude am Laufen hat und das wir nie jemanden alleine lassen. Mir gefiel am meisten bei diesem Projekt das unabhängig sein vom Handy, einfach mal etwas unternehmen kann ohne, dass jemand sein Handy her vornimmt und eine Instagram Story macht. Die schönen Momente beim Lagerfeuer mit dem ,,Werwöufle’’ Kartenspiel einfach geniest. Ich bin stolz auf alle die mit mir diesen ,,Heiwäg’’ gemeistert haben und hoffentlich nächstes Jahr wieder mitmachen.

Dusan

 

Die 11 Jugendlichen (7. Klasse – und mit Schulentlassenen) marschierten während drei Tagen ca. 70 Kilometer mit Gepäck. Sie wurden von zwei Sozialpädagogen/in auf diesem Projekt begleitet. Die Jugendlichen mussten anhand der Karte den Weg selber zurechtfinden und auch das Geld als Gruppe aufteilen und sich rechtzeitig abends einen Schlafplatz suchen. Die Jugendlichen wurden in Estavayer-le-Lac ausgesetzt und mussten sich zuerst zurechtfinden, wo sie sich aktuell befinden. Anschliessend wurde während dem ersten Tag auf Grancour marschiert. Dort fand die Gruppe gegen Abend einen Schlafplatz im Stroh bei einem Bauer. Gemeinsam wurde noch Spagetti gekocht und Spiele am Feuer gespielt. Am nächsten Tag kam eine deutlich grössere Tagesroute auf die Gruppe zu, die Jugendlichen marschierten vor morgens 09.15 Uhr bis ca. 20.00 Uhr von Grancour nach Gurmels. Dabei machten sie neben Pausen auch einige kleine Umwege, was zu einer Tagesroute von fast 27 KM führte. Dort angekommen, dunkelte es schon ein und gegessen hatten wir auch noch nicht. Die Jugendlichen fragten einige Bauern an und wurden abgewiesen. Am Ende fand die Gruppe einen Schlafplatz in der Kirchen Scheune in Gurmels. Die Jugendlichen waren nach diesem Tag sichtlich erschöpft aber zufrieden. Am nächsten Tag wurde gemeinsam beim Beck ein Morgenessen eingenommen und anschliessend folgte die Route nach Laupen.  Im Laupen wurde gemeinsam gebrätelt und dann wurden die letzten 5Km nach Neuenegg gelaufen. Mitte Nachmittag kehrte die ganze Gruppe zurück und verabschiedete sich in die wohlverdienten Ferien. Der nächste „Heimweg“ findet im Sommer 2020 statt.

Matthias Maier